Von der Nullkopie zum Werbespot

Für die Umarbeitung von Bild- und Tonmaterial zu einem fertigen Kino-Werbespot muss in der Regel mit einer Dauer von zwei bis drei Wochen gerechnet werden. Dabei gilt: je besser das gelieferte Material den Anforderungen des Kopierwerkes entspricht, desto einfacher lässt sich das Projekt Werbespot umsetzen. Wer bereits beim Dreh alle technischen Ansprüche des Dienstleisters berücksichtigt, kann dementsprechend auch mit einer schnelleren Bearbeitungszeit rechnen. Es ist also auch zum Vorteil des Kunden, den geeigneten Dienstleister vor der Produktion des Filmmaterials ausfindig zu machen und die technischen Anforderungen mit dem Kopierwerk abzusprechen.

Obwohl die Produktion eines Werbespots für das Kino verhältnismäßig günstig im Vergleich zu anderen Werbemaßnahmen ist, sollte dennoch nicht am Preis gespart und besser auf Qualität gesetzt. Schließlich soll der Spot nur wegen qualitativen Mängeln nicht zum Flop werden. Für eine einfache Produktion (Dreh und Produktion des Materials plus anschließendes Fazen) muss schon mit einer vierstelligen Summe gerechnet werden. Nach oben hin gibt es keine preislichen Grenzen. Kopierwerke, die im Vergleich zu anderen deutlich niedrigere Preise anbieten, sollten besser nicht berücksichtigt werden. Wer einen qualitativ hochwertigen Spot abliefern möchte, gibt lieber etwas mehr aus.

Wurde das Material des Kunden auf den 35 mm – Streifen belichtet, erfolgt zunächst einmal die Präsentation der sogenannten Nullkopie. Diese Präsentation findet in einem beliebigen Vorführkino statt. Bei der Präsentation können die Qualität von Ton, Helligkeit und Farben besprochen und gegebenenfalls Korrekturen in Auftrag gegeben werden. Damit das Bild nicht vermeintlich verzerrt dargestellt wird, muss beim Vorführen darauf geachtet werden, dass die passenden Vorsatzlinsen am Projektor angebracht worden sind. Die Bilder des Spots sollten auf der Kinoleinwand genau mittig dargestellt werden. Vor allem zum Beurteilen der Tonqualität hat es sich bewährt, zum Vergleich bereits vorhandene Spots vor und nach der Null-Kopie laufen zu lassen.

Ist der Kunde mit der Nullkopie zufrieden, erfolgt die Abnahme. Erst dann werden auf der Grundlage dieser Nullkopie weitere Kopien gefertigt. Je nachdem, wie oft die Kopien in den jeweiligen Kinos gezeigt werden, weisen diese eine Haltbarkeit von etwa einem halben Jahr auf.