Häufige Fragen

Welche Bildformate sind gängig?
Je nach Kopierwerk müssen die Einzelbilder ein bestimmtes Bildformat aufweisen. Bei einem 4:3-Video liegen die Bilder im Original Format 1:1,33 vor. Das spätere Filmformat beträgt bei der cut out sowie bei der curtain – Darstellung 1:1,66. Ein 16:9-Video mit einem 1:1,77 Bildformat liefert unterschiedliche Ergebnisse. Hier kann das Filmmaterial nach dem Fazen in der cut out Darstellung 1:1,85 oder 1:1,66 betragen, bei der curtain Darstellung beträgt es 1:1,85. Die Bilder werden entweder oben und unten oder an beiden Seiten geschnitten.

Manche Stellen haben auf dem gefazten Streifen nur wenig oder keine Zeichnung. Woran liegt das?
Grund hierfür ist in den meisten Fällen eine zu starke Belichtung bei der Aufnahme des Videofilms. Überbelichtete Abschnitte können auf dem 35 mm Streifen nicht wiedergegeben werden. Deshalb ist beim Dreh schon darauf zu achten, dass eine leichte Unterbelichtung eingestellt wird. Automatische Kameraeinstellungen sollten besser abgestellt werden.

Wie kann Kantenflimmern beim späteren Kinofilm verhindert werden?
Dass es bei einem fertigen Streifen zu Kantenflimmern kommt, liegt oft daran, dass die Bilder in einem zu kleinen Format geliefert wurden. Bei zu kleinen Bildern wird einer der horizontalen Ränder auf die Leinwand projiziert, wodurch das Kantenflimmern ausgelöst wird. Auch eine fehlerhafte Justierung des Projektors kann für das Flimmern verantwortlich sein.

Die Texteinblendungen der DV-Produktion sind zu unscharf. Wie kann die Qualität verbessert werden?
DV-Produktionen liegen oft in einer Qualität von 720 x 576 Pixel vor. Werden die Texteinblendungen auf 4 k skaliert, erfolgt auf dem späteren Werbefilm eine schärfere Darstellung. Das gilt jedoch ausschließlich für Text. Die Qualität der Bilder wird durch die Vergrößerung nicht besser.

Der FAZ weist eine allgemein schlechte Bildqualität auf, die Auflösung ist verloren gegangen. Woran kann das liegen?
Ein Auflösungsverlust und eine qualitativ minderwertige Wiedergabe der Bilder kann darauf hinweisen, dass beim Produzieren des Werbefilms ein elektronischer Steady shot oder der Digitalzoom benutzt wurden. Darauf sollte möglichst verzichtet werden, wenn der Werbefilm zum Fazen gedreht wird. Lediglich der optische Steady shot kann für den Dreh verwendet werden.

Warum rattern die Lauftitel in dem fertigen Werbespot?
Das kann daran liegen, dass die Geschwindigkeit der Titel nicht auf den späteren Faz eingestellt wurde.

Wenn die Kamera beim Dreh auf Automatik gestellt ist, kann doch gar nichts schief gehen, oder?
Gerade bei digitalen Videokameras ist die Versuchung groß, das Gerät alles allein machen zu lassen. Das kann sich aber negativ auf das Endergebnis auswirken. Wird zum Beispiel bei der Kamera die Schärfe automatisch eingestellt, sind die damit verbundenen Schwingungen auf der Leinwand nicht mehr weg zu retouschieren. Auch eine automatische Belichtung ist nicht ratsam, weil es dann leicht zu einer Überbelichtung kommt, die bei FAZ-Produktionen unbedingt vermieden werden sollte.

Für welches Kinoprojektionsformat soll der Werbespot gefazt werden?
Das kommt darauf an, in welchen Kinos der Spot vorgeführt werden soll. Das Format, das in den meisten Kinos heute noch gang und gäbe ist, ist das Format 1:1,85. Kleinere Kinos in ländlichen Gebieten arbeiten teilweise sogar noch mit einem 1:1,66 Format. Große Kinos hingegen, vor allem in Ballungsgebieten, setzen schon auf 1:2,35. Dieses Cinemascope-Format ist allerdings für normale Werbespots aufgrund der hohen Kosten kaum relevant. Bevor nun aber das falsche Format produziert wird, sollte der Produzent mit der Schaltungsagentur oder dem Verleih absprechen, in welchen Kinos der Werbespot ausgestrahlt wird und wie das Bildformat für die jeweiligen Zielkinos geliefert werden soll.